Das Schamhaartoupet

Das Schamhaartoupet – im englischen bekannt als „merkin“ – wird von allen Geschlechtern getragen und ist aus Tier- oder Menschenhaar (manchmal sogar aus echtem Schamhaar) angefertigt. Es wird am Körper festgebunden oder aufgeklebt. Das Toupet kam vor allem im 17. Jahrhundert in Mode, blieb allerdings bis heute bestehen.

Im 17. Jahrhundert wurde Schamhaar rasiert, um Läuse vorzubeugen. Das Tragen eines Schamhaartoupets symbolisierte so Wohlstand, da die tragende Person sich eine solche „hygienische“ Haarpracht leisten konnte. Zusätzlich war es zu jener Zeit große Mode mit viel Schamhaar ausgestattet zu sein. Am häufigsten wird das wenig bekannte Toupet allerdings mit Sexarbeit im 19. Jahrhundert in Verbindung gebracht, um Anzeichen von Syphilis (Blasen und Wunden) zu verstecken sowie den durch die Krankheit verursachten Haarausfall zu kaschieren.

Heutzutage wird das Schamhaartoupet vor allem in Film- und Theaterproduktionen aus kostüm- bzw. maskentechnischen Gründen verwendet sowie um die Privatsphäre der Schauspieler*innen zu wahren.

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