Der Froschtest

Bevor in den 1960er Jahren der immunologische Schwangerschaftstest entwickelt wurde, konnte eine Schwangerschaft anhand des weitverbreiteten „Froschtest“ festgestellt werden. Für das um 1930 entwickelte Verfahren wurden tatsächlich lebende Frösche oder Kröten (manchmal auch andere Kleintiere wie beispielsweise Hasen) mit dem Urin oder Blut einer potenziell Schwangeren unter der Haut injiziert. Am Beispiel des Frosches wurde beobachtet, ob das Tier (ausgelöst durch das Schwangerschaftshormon hCG) innerhalb von 18 Stunden zu laichen begann. Wenn dies der Fall war, konnte die Frau von einer Schwangerschaft ausgehen.

Da die Tests keine Auswirkungen auf die Tiere hatten und angeblich keine Schmerzen verursachten, waren diese „Apothekenfrösche“ binnen zwei Wochen wieder für einen weiteren Test anwendbar. Daher lassen sich übrigens auch die vielen Kröten- und Froschverkaufsinserate in Zeitungen aus dieser Zeit erklären.

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