Die Heilige Agata

In Catania bin ich über eine Süßigkeit gestoßen die als „minne di Sant’Agata“ bekannt ist. Die Törtchen erinnern an das Martyrium der heiligen Agatha. Sie ist die Schutzpatronin der Bäcker*innen, sowie von an Brustkrebs erkrankten Frauen und Vergewaltigungsopfern.

Sie lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. Der Legende nach, sollte sie an einen Ungläubigen verheiratet werden, doch weigerte sie sich ihren Glauben aufzugeben. Zur Strafe wurde sie in ein Bordell verbannt. Doch auch dies hatte keinen Einfluss auf sie und so amputierten ihre Peiniger ihr die Brüste. Sie wird meist mit einem Silbertablett, auf dem ihre amputierten Brüste präsentiert werden, oder mit großen runden Scheren (mit denen ihr die Brüste abgeschnitten wurden) dargestellt.

Der Nachtisch wurde zu Anfangs von Nonnen an ihrem Heiligentag (dem 5. Februar) zubereitet. Die kleinen Törtchen sind mit Ricotta, kandierten Früchten und Schokolade gefüllt. Die Süßigkeiten werden mit einer Zuckerglasur, sowie einer kandierten Kirsche dekoriert. Manchmal werden diese auch mit einer Marzipan-Pistazienpaste gefüllt.

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