Die Menstruationstasse

Leona Chalmers war eine Schauspielerin/Sängerin, die ihre Karriere aufgab, um ein Patent für ein „Problem“ zu entwickeln, was laut ihr „so alt wie [die Bibel]“ ist. Ihr wird heute die Erfindung der Menstruationstasse zugeschrieben.

Vor den 1930er-Jahren wurden bereits Prototypen dieser entwickelt, wie z.B. der „catamenial sack“: eine Gürtel-artige Konstruktion, an der ein Stoff- bzw. Metallsack angehängt wurde, den frau vaginal einführte. Diese Prototypen waren allerdings unangenehm zu tragen und relativ umständlich zu benutzen.

Chalmers Erfindung, eine kleine Gummitasse mit einem längeren angehängten Noppen, wurde hingegen 1937 patentiert. Die Tasse wird in die Vagina eingeführt und kreiert dort ein Vakuum (vermeidet so auch Gerüche). Da Gummi während des II. Krieges jedoch zur Mangelware wurde, musste die Produktion eingestellt werden.

Später verkaufte sie ihre Erfindung an Tassette, aber auch diese Firma hatte vor allem marketingtechnisch Schwierigkeiten, da Worte wie „Menstruation“ oder „Vagina“ zu dieser Zeit noch tabu waren und viele Frauen sich ohnehin mit der Benutzung des Produkts unwohl fühlte. So musste auch Tassette 1973 schließen.

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