Käthe Kobuth

Käthe Koboth 1941, fotografiert in Breslau. Sie war die Mutter des Cousins meines Vaters.

Nach dem Krieg kam sie als schlesischer Flüchtling nach NRW, in ein kleines Dorf in die Nähe von Bielefeld. Sie war Teil der größten Flüchtlingswelle des letzten Jahrhunderts.

Sie wurde stark gemobbt und als ‚Ausländerin’ beschimpft. Zudem wagte sie es als moderne Großstadtfrau (Breslau hatte vor dem Krieg eine Bevölkerung von über 600,000) in den späten 1940er Jahren mit Hut und Hose durchs Dorf zu laufen. Doch sie blieb Standhaft, trotz aller Beschimpfungen.

Ich habe vor kurzem meine Großmutter gefragt wann sie zum ersten Mal eine Hose getragen hat und sie meinte es sei eine Ski-Hose gewesen (!) die sie sich in den 1960ern gekauft hat.

Anlässlich des 19. Januars 1919, dem hundertjährigen Wahlrechtsjubiläum für Frauen, möchte ich eine Serie starten die an Frauen erinnert, die nicht in der Geschichte untergehen sollten. Dies ist mein erster Eintrag.

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