Minna Braun

Im Oktober 1919 nahm die junge Berliner Krankenschwester Minna Braun, mit der Absicht sich das Leben zu nehmen, eine Mischung aus Morphium und Veronal ein. Sie wurde daraufhin leblos-wirkend im Grunewald aufgefunden. Der Gemeindearzt stellte nach genauer Untersuchung den Tod fest und Minna Braun wurde eingesargt.

Während der Leichenidentifizierung und erneuten Sargöffnung, welche ca. 14 Stunden später stattfand, stellten die Kriminalbeamten jedoch fest, dass die junge Frau noch am Leben war. Sie wurde in die Krankenstation gebracht, wo sich die zuvor diagnostizierte Leichenstarre wieder auflöste. Doch bereits drei Jahre später, nach einem erfolgreichen Selbstmordversuch, fand Minna Braun schlussendlich doch ihre letzte Ruhestätte auf dem sogenannten „Selbstmörder Friedhof“ in Berlin Grunewald.

Der „Scheintot“ der jungen Frau entfachte eine Berlin-weite Angst, lebendig begraben zu werden, weshalb plötzlich Särge mit Sichtfenstern oder Luftlöchern in Mode kamen.

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